Geschichtliches von mehreren Generationen ...

historie_1Den Grundstein der heutigen Fleischerei W. Schmidt legte der „Hirte“ Fr.-Wilhelm Schmidt. Dessen Sohn Wilhelm erlernte den Handwerksberuf in der damals stadtbekannten Metzgerei Oskar Weber, später bekannt unter dem Namen „Loderhose“, in der Löhrstraße.

Nach bestandener Meisterprüfung eröffnete Wilhelm Schmidt um die Jahrhundertwende (etwa 1890) offiziell die Fleischerei in Wilnsdorf. Binnen weniger Jahre war der Ruf des Betriebes über die Grenzen des Siegerlandes hinaus bekannt. Aus noch vorhandenen Unterlagen geht hervor, dass in den Jahren 1900/1920 Gastwirte im Raum Frankfurt am Main mit Fleischwaren beliefert wurden.

Ab 1927 war auf Paketanhängern folgender Werbetext zu lesen: „Metzgerei W. Schmidt, Wilnsdorf – Betrieb mit elektrischem Kraftstrom“. Somit war es möglich über eine eigene Leitung Elektrizität direkt von der Grube Bautenberg (Wilden) zu beziehen. Dies war für die damalige Zeit ein enormer Fortschritt durch Technik. Erst dadurch wurde die Betreibung eines Kühlhauses mit Umluft möglich.

historie_2Nach dem Tod des Gründers übernahm dessen Sohn Robert Schmidt den Handwerksbetrieb. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde der Betrieb unter seiner Leitung komplett umgebaut. Ein neuer großer Schlacht- und Zerlegeraum sowie ein weiteres modernes Schlachthaus (1946-50) wurden errichtet. Bedingt durch die Auflagen des Gesetzgebers waren Schlacht- und Verarbeitungsraum zu trennen.

Aus der Ehe mit Frieda Schmidt stammen 4 Kinder, welche auch nach Robert Schmidts Tod alle dem Fleischerhandwerk treu blieben. Der Älteste von ihnen, Wilhelm, übernahm Anfang der 70er Jahre gemeinsam mit seiner Ehefrau Marga die Geschäfte. Unter ihrer Federführung wuchs das Unternehmen stetig und somit waren weitere Expansionen in Form von Umbauten und Modernisierungen an der Produktionsstätte als auch im Verkaufsraum unabdingbar. Im Jahr 1996 stand ein weiterer Generationswechsel bevor.

Sohn Wolfgang trat nach Absolvierung seiner Meisterprüfung an der Fleischer-Fachschule Heyne in Frankfurt am Main in die Geschäftsführung ein. Wolfgang, sieht die Weiterführung der Traditionsfleischerei als Verpflichtung an und setzte mit seiner Mannschaft im Sommer 2007 neue Maßstäbe. Das Amt für Landwirtschaft und Ernährung erteilte der Fleischerei W. Schmidt als einem der ersten Betriebe in NRW die EU-Zulassung für die Schlachtung vor Ort.